Frank Redemann

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Systemische Therapie / AufstellungenFrank Redemann, Heilpraktiker für Psychotherapie - den eigenen Kurs finden: Coaching, Coaching von Führungskräften, Gestalttherapie, Systemische Therapie, Gesprächstherapie, psychotherapeutische Unterstützung, Burnoutberatung

Was ist Systemische Therapie?

Frank Redemann, IMpuls®-Körper-Gestalt-Coaching, Psychotherapeutische Unterstützung, Gestalttherapie, Systemische Therapie, Burnoutberatung

Einleitung

Die Systemische Therapie ist ein psycho­therapeutisches Verfahren. Das zentrale Konzept dieser Methode ist es, Probleme nicht als Störung des einzelnen Menschen, sondern als Folge einer Störung im sozialen Umfeld des Indi­viduums zu begreifen, also dem "System". Ein System kann die Familie oder Partnerschaft sein, aber ebenso das Arbeitsumfeld, die Schule und auch per­sönliche Ziele lassen sich als "Systemisches Setting" begrei­fen. Bei der Betrachtung stehen die Wechsel­wirkungen und Span­nungen oder Konflikte zwischen dem Betroffenen und seinem Umfeld im Fokus.

Grundgedanken

In dieser Therapie wird der Mensch als Teil eines "Systems" betrachtet. Dabei hängen alle Personen mit­einander zusammen, dies ist in einer Familie sehr anschaulich nach­vollziehbar. Wird das System verändert, wirkt sich das mehr oder weniger auf alle Mitglieder aus. Wenn es gestörte Bezie­hungen oder un­günstige Kommu­nikations­muster gibt, kann dies die psychische Gesund­heit einzelner Mit­glieder beein­trächtigen.

In der Systemischen Therapie wird das Problem des Klienten auf eine Störung im System zurückgeführt. Dabei wird davon aus­gegangen, das jede Störung auch einen bestimmten Zweck erfüllt. Die Lösungs­strategie ist es, das System zu verstehen, beste­hende Konflikte auf­zulösen und mit dem Klienten neu und spannungsfrei aus­zu­richten.

Entwickelt hat sich die Therapie­form aus der Familien­therapie. In der Weiter­entwicklung wurde erkannt, dass nicht nur die Familie Einfluss auf die psychische Gesund­heit hat. Alle relevanten Beziehungen des Klienten können in die Systemische Betrachtung einbe­zogen werden.

Was macht man in einer Systemische Aufstellung?

Systemische Aufstellung

In einer Aufstellung werden vom Klienten soge­nannte Stellvertreter für die wichtigen Personen aus­gewählt und in einem Raum auf­gestellt. Die Stell­vertreter, die zu einem Auf­stellungs­termin kommen, sind nicht mit den Details des Systems (z.B. Familien­geschichte) vertraut und kennen nur ihre Rolle. Häufig entstammen die Auf­stellungen aus:

  • Familien
  • Partnerschaften
  • Arbeitsplatz
  • Schule/Sudium

Schon die Positionen im Raum geben erste Rück­schlüsse auf Verhältnisse im System z.B.:

  • Nähe / Distanz
  • zugewandt / abgewandt
  • sichtbar / von einem anderen Stellvertreter verdeckt

Im Verlauf der Aufstellung wird der Therapeut zusammen mit dem Klienten und den Stell­ver­tretern ver­borgene Konflikte aufdecken, Span­nungen beseitigen und das System für den Klienten in einen harmo­nischen Zustand bringen. Der Klient geht also mit einer neuen Sicht­weise und einem neuen Gefühl auf sich und seine Situation aus einer Aufstellung.

Wann macht man eine Systemische Therapie?

Für unterschiedliche Problem­stellungen gibt es unterschiedliche Methoden. Die Systemische Therapie oder Beratung ist vielversprechend, wenn das Problem im Kern eine wichtige Systemische Aus­prägung hat. Für den Betroffenen ist das meistens nicht sofort erkennbar. Wenn sich im Gespräch ergibt, dass diese Methode geeignet ist, können wir ab­stimmen, ob Sie sich darauf einlassen möchten. Wie bei jeder Therapie ist die Mit­arbeit des Klienten eine notwendige Bedingung.

Die Therapietechniken der Gestalt­therapie und der Systemischen Therapie ergänzen sich sehr gut: Um auf das große Ganze zu sehen, ist Systemische Arbeit der richtige Weg - wird der Blick auf sich selbst gerichtet, ist eine andere Therapie­form besser geeignet.

Systemische Arbeit ist vielfältig und keines­falls auf Familien-Aufstellungen beschränkt. Systeme finden sich ebenso am Arbeitsplatz, in einer Ahnenlinie und auch ein Coaching-Ziel kann als System gesehen werden.

Was passiert im Anschluss?

Das Unterbewusstein braucht Zeit

Ich empfehle nach einer Aufstellung das Ergebnis etwas ruhen zu lassen. Typischerweise vergehen mehrere Tage, bis die Erkenntnisse und Erlebnisse einer Auf­stellung wirken. Diese Zeit sollten Sie sich und Ihrem Unter­bewusstsein gewähren. Auch eine sofortige Analyse sollte ver­mieden werden. Durch die Rationalisierung kann die Wirkung abge­schwächt, sogar fast aufgehoben werden.

Es ist wichtig zu verstehen, dass eine Auf­stellung keine magische Glaskugel und auch keine Zeitreise in die Vergangenheit ist. In einer Aufstellung, insbesondere einer Familien­aufstellung, wird die Sichtweise des Klienten zum Zeitpunkt der Auf­stellung repräsentiert. Zu einem anderen Zeitpunkt oder von einem anderen Familien­mitglied wäre die Aufstellung wahrscheinlich ganz anders abgelaufen. Es geht nicht um die objektive Realität oder die Sicht­weise eines Anderen, sondern um Ihre jetzige, subjektive Wahrnehmung des Systems.

Nachbetreuung

Eine Systemische Aufstellung oder Beratung wird nicht immer und alle Probleme lösen. Der Gründe dafür sind vielfältig:

  • Es fällt schwer, alte Gewohnheiten abzulegen
  • Im Nachgang kommt ein schlechtes Gewissen auf
  • Es entwickeln sich neue Fragen aus der veränderten Sichtweise

Unabhängig davon, ob es eine "kleine Frage" oder eine ganz neue Sichtweise ist, kann die Therapie über die Systemische Aufstellung hinaus gehen. Aus diesem Grund ist die Nachbetreuung für mich ein wichtiger Teil der Therapie.